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startsocial: Mitgliedsorganisationen überzeugen

Projekt Paderborn-All-Inclusive und Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen überzeugen die Juror*innen

Zwei Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW gehören zu den 25 überzeugendsten Stipendiat*innen des startsocial-Wettbewerbs 2019/2020. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen und das vom Verein Freizeit ohne Barrieren ins Leben gerufene Projekt Paderborn-All-Inclusive konnten die Juror*innen anhand des erzielten Projektfortschritts sowie der Kriterien Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, Übertragbarkeit und Effizienz überzeugen.

Infos zu startsocial

startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ vergibt startsocial jährlich 100 viermonatige Stipendien an soziale Initiativen. Mitmachen können alle, die soziale Probleme oder Herausforderungen mit Hilfe von Ehrenamtlichen anpacken. Die Stipendiat*innen erhalten eine kostenlose viermonatige Beratung durch jeweils zwei erfahrene Fach- und Führungskräfte. Diese unterstützen sie bei der Verwirklichung oder Weiterentwicklung ihrer sozialen Organisationen, Projekte und Ideen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Veranstaltungen, Workshops und Angebote. Am Ende werden die 25 überzeugendsten Initiativen ausgewählt und bei einer Preisverleihung geehrt. Sieben von ihnen erwarten dort Geldpreise im Gesamtwert von 35.000 Euro, darunter ist auch ein Sonderpreis der Bundeskanzlerin, die die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen hat. Die diesjährige Preisverleihung musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden.

Infos zum Projekt Paderborn-All-Inclusive

Der Paderborner Verein Freizeit ohne Barrieren hat im Oktober 2018 gemeinsam mit örtlichen Kooperationspartner*innen das Projekt Paderborn-All-Inclusive ins Leben gerufen. Grund dafür war, dass Menschen mit Behinderung oft nicht die Möglichkeit haben, Angebote Paderborner Vereine wahrzunehmen und ihre Freizeit selbstbestimmt zu gestalten. Hierfür haben die Projektverantwortlichen verschiedene Ansatzpunkte gefunden. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Pat*innen analysieren sie die Wünsche und Ziele der interessierten Menschen und überlegen, wie diese umgesetzt werden können. Außerdem beraten und Schulen sie Vereine und Institutionen und motivieren diese, ihre Freizeitangebote zu öffnen. Außerdem machen sie Öffentlichkeitsarbeit und sorgen so dafür, dass das Thema Teilhabe in Paderborn präsenter und ihr Netzwerk immer größer wird.

Infos über den Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen

Während das Projekt Paderborn-All-Inclusive noch sehr jung ist, gibt es den Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen (BSVW) schon seit fast 100 Jahren. Seit jeher unterstützt er als Selbsthilfeorganisation Menschen die von einer Augenkrankheit mit Sehverlust betroffen sind. Von der ersten Info über Alltagshilfen bis zur Weichenstellung für die Zukunft: Der BSVW bietet Information, Beratung und Hilfestellung. Über die vielen Jahre musste er sich immer den veränderten Bedingungen in der Gesellschaft anpassen. Auch heute müssen viele Bereiche neu gestaltet werden. Aktuell wird es für den Verein immer schwieriger, für die Ortsgruppen Vorstandsmitglieder zu finden, die bereit sind, langfristig Verantwortung zu übernehmen und die damit verbundenen Verwaltungstätigkeiten zu erledigen. Denn viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, sind eher an einer projektbezogenen Mitarbeit interessiert. Außerdem hat sich die Zielgruppe durch Aufnahme von Menschen mit Sehbehinderung und Augenpatient*innen verändert.

 

Bild: ©radachynskyi/Adobe Stock