PariSozial - gemeinnützige Gesellschaft für paritätische Sozialdienste mbH Bergisches Land
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Unterstützung im Internet erbeten
Die Leverkusener Wohlfahrtsverbände Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Diakonisches Werk, Deutsches Rotes Kreuz und der Paritätische machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Stadt. Die seit Jahren schwierige finanzielle Situation der Stadt wird sich in den nächsten zwei Jahren aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise und eingeleiteter gesetzlicher Maßnahmen noch weiter dramatisch verschlechtern. Die Verbände befürchten, dass der finanzielle Gestaltungsspielraum in Leverkusen nicht mehr existiert und eigenverantwortliches Planen und Entscheiden der Politik entfällt. Ursachen sind die von Bund und Land beschlossenen Gesetze zu Lasten der Kommunen, der mittlerweile nur noch über Kredite zu finanzierende Solidarpakt Ost sowie die unzureichenden Schlüsselzuweisungen des Landes und fehlende Finanzausgleiche zwischen Städten und Gemeinden. Wenn sich diese Situation nicht bald ändert, werden alle die Folgen zu spüren bekommen: teurere Betreuungsplätze für Kinder in Kindergärten oder Offenen Ganztagsgrundschulen, Turnhallen werden geschlossen, unzureichend gereinigte Schulen und andere öffentlichen Gebäude, notwendige Sanierungen werden auf die lange Bank geschoben, Vereine, Selbsthilfegruppen, Einrichtungen und Dienste erhalten weniger oder gar keine Unterstützung mehr. Deshalb bitten die Wohlfahrtsverbände um Unterstützung der "Leverkusener Erklärung - Nordrhein-Westfalen braucht finanzstarke Kommunen für eine gemeinsame Zukunft". Jede Bürgerin und jeder Bürger dieser Stadt, alle Organisationen, Parteien und Institutionen sind aufgerufen, diesen Aufruf zu unterstützen. Ziel ist ein breites Bündnis in Leverkusen, das auf Veränderungen auf anderen Ebenen der Politik drängt. Das geht einfach über das Internet: Der Aufruf findet sich unter der Internetadresse http://www.buendnis-fuer-lev.de Dort können sich alle sofort eintragen.
Vor einer Verfestigung der Armut auf Rekordniveau warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich der Veröffentlichung seines Armutsberichtes 2011. Nach der Studie, die den Zeitraum 2005 bis 2010 umfasst, zeigen insbesondere die Bundesländer Berlin und Nordrhein-Westfalen einen deutlichen Negativtrend. Besonders besorgniserregend sei die negative Entwicklung im Ruhrgebiet. Sehr hohe Armutsquoten mit seit Jahren steigender Tendenz im größten Ballungsgebiet Deutschlands müssten in der Politik sämtliche Alarmglocken läuten lassen. Den Bericht, weitere Infos und eine detaillierte Suchfunktion nach Postleitzahlen finden Sie im Internet unter:
www.der-paritaetische.de/armutsbericht2011
Von Pflicht und Kür im Sozialstaat: Prof. Dr. Heribert Prantl begeisterte die rund 500 Gäste am Tag des Paritätischen NRW am Freitag, 18. November 2011, in der Wuppertaler Stadthalle mit seiner leidenschaftlichen Rede. Wer auf Kosten von Integration und vorsorgender Sozialpolitik spare, betreibe nicht Zukunftssicherung, sondern Zukunftszerstörung, betonte Prantl (Chefredaktion Süddeutsche Zeitung). Der Paritätische warnt seit Jahrzehnten vor den gesellschaftlichen Auswirkungen von Armut und Ausgrenzung. Mehr